Maria Mayrhofer
#aufstehn für Demokratie und Menschenrechte
Was hat Sie von Ihrem Studium an der Universität Wien schließlich zur Gründung von #aufstehn geführt?
Im Studium habe ich gelernt, wie Macht funktioniert, und dass sie verändert werden. Aber ich habe lange gesucht, wie ich selbst ins Tun kommen kann – jenseits von Wissenschaft und Theorie. #aufstehn war die Antwort: Partizipation nicht nur verstehen, sondern ermöglichen.
Welche Rolle spielen digitale Kampagnen, wie jene von #aufstehn heute, wenn es darum geht, Menschen für demokratische und gesellschaftliche Anliegen zu aktivieren?
Sie erreichen schnell viele Menschen und senken die Hürde für Partizipation. Nicht jede*r will einer Partei beitreten oder demonstrieren gehen – aber viele wollen trotzdem etwas bewegen. Digitale Kampagnen öffnen genau diesen Raum und die Beteiligungsmöglichkeiten sind vielfältig.
Was raten Sie jungen Absolvent*innen, die eine Karriere aufbauen möchten, die sowohl zu ihren persönlichen Werten passt als auch gesellschaftlich etwas bewegt?
Werte im Lebenslauf sind keine Schwäche. Es gibt immer mehr Organisationen, die Menschen suchen, denen etwas an der Welt liegt. Man muss sie nur finden – oder selbst gründen. Schafft euch euren perfekten Job, wenn er nicht existiert.
Wenn Sie auf Demokratie und Menschenrechte blicken: Was stimmt Sie trotz aller Herausforderungen optimistisch?
Demokratie lebt nicht von Institutionen – sie lebt in Menschen. Und ich erlebe täglich, wie viele sich engagieren möchten. Optimistin zu sein bedeutet für mich: die Lage klar sehen und trotzdem oder gerade deshalb handeln. Das tue ich. Und das tun viele.
Maria Mayrhofer hat Politikwissenschaft und Internationale Entwicklung an der Universität Wien studiert.
Alumna Maria Mayrhofer