Mira Magdalena Sickinger
Über Humorforschung und Wissenschaftsball
In meiner Forschung zu Witz und Humor fasziniert mich besonders, dass die Kommunikation von Witzen eine Reflexion über unseren Sprachgebrauch anstoßen und unser Verständnis für die Muster und Annahmen verfeinern kann, die unserem Denken und Sprechen zugrunde liegen.
Forschung trägt für mich die Verantwortung, Positionen der Ungewissheit einzunehmen, um neue Erkenntnis und vertieftes Verständnis schaffen zu können.
Als Ballbotschafterin des Wissenschaftsballs ist es mir ein Anliegen zu zeigen, dass wir uns, jenseits aller Autoritäten, antihegemonial sprechend, in der Sprache befreien (bell hooks, 1994). Dass wissenschaftliches Sprechen und Schreiben nicht danach streben soll normative und etablierte Ordnungen zu perpetuieren, sondern produktiven und kritischen Diskurs zu ermöglichen.
Aus meinem Studium an der Universität Wien nehme ich bis heute besonders mit, dass Wissenschaft immer politisch ist. Dass Community und Kollegialität wesentlich für Forschung sind. Dass es im Interesse der akademischen Welt ist, Hürden der strukturellen Ungleichheit als solche bewusst zu machen und abzubauen.
Mira Magdalena Sickinger studierte Philosophie an der Universität Wien, ist Doktorandin sowie Lektorin am Institut für Philosophie. Sie publiziert in den Bereichen Sprachphilosophie, Ästhetik und Erkenntnistheorie mit Schwerpunkt Humortheorie.
Alumna Mira Magdalena Sickinger